MINT-Spielehaus feierlich eröffnet – Ein Bildungsraum für die jüngsten Entdecker der Region

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Bereits im frühen Kindesalter begegnen Kinder täglich MINT-Themen – beim Bauen, Experimentieren, Beobachten der Natur oder beim Entdecken technischer Zusammenhänge. Genau deshalb ist es wichtig, so früh wie möglich mit MINT-Bildung zu beginnen. Spielerische Erfahrungen in den ersten Lebensjahren fördern Neugier, Kreativität, Problemlösungskompetenzen und die Freude am Forschen und Entdecken – wichtige Fähigkeiten für die Zukunft.

Bei strahlendem Sonnenschein konnte vergangene Woche ein MINT-Spielehaus offiziell an das Familienbundzentrum Mondsee übergeben werden, welches im Rahmen des Projektes „MI(N)Tgedacht im Handwerk“ gebaut wurde. Damit steht den jüngsten Kindern der Region im Alter von ein bis drei Jahren künftig ein besonderer Bildungsraum zum Forschen, Entdecken und Experimentieren zur Verfügung.

Den feierlichen Auftakt bildete das Hissen der Flagge auf dem MINT-„Hausboot“ durch Krabbelstubenleiterin Christina Lettner. Im Anschluss überreichten die Projektverantwortlichen einen symbolischen Schlüssel an die Leiterin des Familienbundzentrums Mondsee, Gabi Mayr, sowie an den Bürgermeister der Marktgemeinde Mondsee, Josef Wendtner. Obwohl das Spielehaus auf Grund und Boden der Marktgemeinde Mondsee steht, kommt es der gesamten Region zugute, da das Familienbundzentrum von Kindern aus dem gesamten Fuschlsee-Mondseeland besucht wird.

Das MINT-Spielehaus ist das Ergebnis eines außergewöhnlichen Gemeinschaftsprojekts, an dem Organisationen und Bildungseinrichtungen aus dem Mondseeland beteiligt waren. Die Hauptakteurinnen waren acht Schülerinnen der Mittelschule Mondsee, die gemeinsam mit der Firma Ebnerbau die Planung und den Bau des MINT-Spielehauses sowie der einzelnen MINT-Stationen übernahmen. Ein besonderes Ziel des Projekts war es, Mädchen für handwerkliche und technische, oftmals noch männerdominierte Berufe zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, diese praktisch auszuprobieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem regionalen Holzbaubetrieb konnten die Schülerinnen wertvolle Einblicke in den Berufsalltag gewinnen und ihre eigenen Fähigkeiten im handwerklichen Bereich entdecken.

Entstanden ist dabei ein als Hausboot gestalteter Bildungsraum mit zahlreichen MINT-Stationen für Kleinkinder, der künftig zum spielerischen Lernen und Entdecken einlädt.

Unterstützt wurden die Schülerinnen von der Lebenshilfe Mondsee, der Volksschule TILO, dem Kindergarten Loibichl und der Polytechnischen Schule Mondsee. Die Volksschule TILO gestaltete gemeinsam mit der Lebenshilfe Holzfische für das Angelspiel und die Dekoration des Hausbootes sowie die farbenfrohe Bemalung des Spielehauses unter der professionellen Anleitung von Künstlerin Jasmin Wendl. Der Kindergarten Loibichl bepflanzte die Kräuterbeete und beschäftigte sich in mehreren Workshops mit Natur, Holz und Technik. Die Kinder erlebten den Werkstoff Holz mit allen Sinnen, bauten gemeinsam Schiffe aus Holz und Upcycling-Materialien und setzten sich mit ersten naturwissenschaftlichen Fragestellungen auseinander. Die Lebenshilfe Mondsee war zudem bei zahlreichen Gestaltungsschritten aktiv eingebunden und unterstützte unter anderem beim Streichen und Gestalten des Hauses. Auch das Jugendzentrum Mondsee war mit eingebunden, dort wurde gemeinsam mit Jugendlichen ein Motorikboard gebaut.

So entstand ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt, das generationen- und institutionsübergreifend umgesetzt wurde und ein sichtbares Zeichen für die gelebte Zusammenarbeit in der Region darstellt.

Initiiert und umgesetzt wurde das Projekt von der MINT-Region Fuschlsee Mondseeland. Mit der Eröffnung des MINT-Spielehauses ist das Projekt jedoch noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Monaten stehen Exkursionen zur Firma Ebnerbau sowie Workshops auf dem Programm. Mithilfe von sogenannten „Lehrlingsboxen“ sollen verschiedene Lehrberufe – beispielsweise der Zimmererberuf – für Kinder und Jugendliche erlebbar gemacht werden. Ziel ist es, bereits früh Begeisterung für MINT-Themen, Handwerk und regionale Berufsmöglichkeiten zu wecken.

Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurden außerdem die Partnertafeln der MINT-Region FUMO an die beteiligten Organisationen überreicht. Alle mitwirkenden Einrichtungen sind Partnerorganisationen der MINT-Region und leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die MINT-Bildung im Fuschlsee-Mondseeland nachhaltig zu stärken und Kindern und Jugendlichen vielfältige Bildungs- und Zukunftsperspektiven aufzuzeigen.

Das MINT-Spielehaus ist damit weit mehr als ein Spielort – es ist ein Symbol für Zusammenarbeit, Chancengleichheit und Innovationskraft sowie für das gemeinsame Engagement, Kinder und Jugendliche frühzeitig für MINT, Handwerk und die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in der Region zu begeistern.

Hier geht’s zum Projektfilm: